Tipps & Tricks für die eigene Homepage

Was Website-Neulinge beachten sollten

Um Kunden und potentielle Käufer optimal anzusprechen, muss die eigene Unternehmenswebseite gewisse Voraussetzungen erfüllen. Falls noch nicht vorhanden, muss sie natürlich erst einmal erstellt und im nächsten Schritt mit Inhalten befüllt werden. Aber auch vor, während und nach der Erstellung müssen wichtige Fragen beantwortet und viele Herausforderungen bewältigt werden:

  • Welche technischen Umsetzungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie sollte die Webseite aufgebaut sein?
  • Wie sorge ich dafür, dass die Seite im Internet gefunden wird?
  • Was für restliche Aspekte muss ich beachten?

Die folgenden Punkte geben einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen und Erfolgsfaktoren – viel Spaß beim Lesen!

Technische Umsetzung der eigenen Webseite

Domain und Hosting

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine eigene Unternehmenswebseite zu erstellen, die sich natürlich bezüglich des finanziellen und zeitlichen Aufwands aber auch hinsichtlich Individualität und Qualität unterscheiden.

Erste Voraussetzung für die Einrichtung eines eigenen Internetauftritts ist eine eigene Domain (URL/Internetadresse) sowie ein Speicherplatz für die Webseite und deren Inhalte. Dieser sogenannte Webspace befindet sich auf einem Server, auf den über das Internet dauerhaft zugegriffen werden kann. Verschiedene Anbieter stellen diesen Speicherplatz zur Verfügung (eine vergleichende Übersicht findet sich zum Beispiel hier).

Bei den meisten Anbietern kann mit Kauf eines Webspace-Pakets zudem oftmals auch gleich eine Domain registriert werden. Die Registrierung der Internetadresse für das eigene Geschäft bzw. Unternehmen sollte zudem bereits völlig unabhängig von einer möglichen späteren Erstellung der Webseite erfolgen, um den Namen des Geschäfts bzw. Unternehmens zu sichern. Als Alternative bei der Wahl des Domainnamens kann zudem die Art der Dienstleistung oder die Produktkategorie in den Fokus gestellt werden. Dies kann vorteilhaft mit Blick auf das Ranking in Suchmaschinen sein, denn oftmals wird nach einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleistung gesucht. Wenn der Suchbegriff Teil des Domainnamens ist, haben diese Treffer dann eine bessere Position im Ranking der Suchergebnisse.

Content Management Systeme
Wordpress und Co.: Blog-Plattformen
Expertentipp: Mit WordPress einfach zur professionellen Internetseite
Video: Wordpress-Tutorials
Responsive Webdesign

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Grundlagen der Search Engine Optimization (SEO)

Sobald die eigene Homepage erstellt ist, soll diese im Internet natürlich auch einfach gefunden werden – am besten von potentiellen Kunden. Wie schon eingangs festgestellt: Immer mehr Bundesbürger bemühen vor einem Kauf das Internet. Bei der Recherche nach Produkten, Informationen und Preisen spielen Suchmaschinen eine wichtige Rolle.

In Deutschland ist Google mit einem Marktanteil von über 90 Prozent der absolute Platzhirsch. Bei der Suche klicken sich die meisten Internetnutzer dabei oft nicht durch mehr als die ersten 20-30 Suchergebnisse. Daher ist eine Platzierung bei den wichtigen Suchbegriffen bzw. Suchkombinationen auf den ersten Ergebnisseiten im Google-Suchranking sehr wichtig.

Was kann also getan werden, um bei den Suchergebnissen vorne mit dabei zu sein? Der Schlüssel dazu heißt Search Engine Optimization (SEO), zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. SEO fängt dabei bereits bei der Erstellung der Webseite an. Es lohnt, sich schon früh einen Überblick über die wichtigsten Elemente der Webseite zu verschaffen, die für Suchmaschinen optimiert werden können.

Die Optimierung fängt dabei mit der Wahl der Domain an und geht mit der Erstellung der Inhalte weiter. Diese sogenannte Onpage-Optimierung umfasst alle Möglichkeiten, SEO innerhalb der eigenen Webseite zu betreiben. Die Domain sollte zur guten Auffindbarkeit entsprechend gewählt werden und den Namen des Unternehmens oder einer Produktkategorie enthalten. Die URLs von Unterseiten sollten entsprechend mit ausgewählten Keywords benannt werden (z.B. www.domain.de/Schlagwort), damit sie gut von Google indexiert werden können.

Die Bedeutung von Keywords
Expertentipp SEO: Suchmaschinenoptimierung für den Handel
Analyse der Webseite

Tipps für Aufbau und Gestaltung der Webseite

Aufbau und Navigation

Grundsätzlich sollte beim Aufbau stark auf die Bedürfnisse der Zielgruppe geachtet werden, an die sich die Unternehmenswebseite richtet. Dabei sind vor allem diese Aspekte zu beachten:

  • Einfache Navigation
  • Übersichtlichkeit der Seite
  • Ansprechende visuelle Anordnung der Inhalte
  • Integration eines Kontaktangebots
  • Verlinkung auf weitere Online-Präsenzen

Dabei muss eine Unternehmenswebseite nicht unbedingt sehr umfangreich sein. Es genügt oft schon, dem Besucher auf wenigen Seiten einen Einblick in die Firma oder das Geschäft zu geben. Dazu gehört zum Beispiel eine Kurzvorstellung des Unternehmens und der wichtigsten Köpfe dahinter, eine Angabe der Kontaktadresse und von Öffnungszeiten, eine Anfahrtsskizze, ein Überblick über die Leistungen und Kosten oder eine Galerie mit ausgesuchten Bildern des Geschäfts oder der Produkte. Eine solche Basisvariante der Firmenwebseite macht vor allem Sinn bei Händlern, deren Produkte oder Leistungen im Allgemein klar definiert und bekannt sind.

Wird der Aufbau vieler Homepages betrachtet, fällt eines auf: Die Navigationsleiste ist in vielen Fällen entweder horizontal am oberen Bildrand zu finden oder vertikal am linken Bildrand. Diese Aufteilung leitet sich aus unseren Lesegewohnheiten ab und sollte beibehalten werden. Der Blick des Besuchers wandert auf einer Internetseite automatisch zuerst in die obere linke Ecke. Daher ist es auch ratsam, das Logo – sofern vorhanden – an dieser Stelle zu platzieren. Die Fußzeile im unteren Bereich hält Kontaktinformationen und Impressum bereit. Das PC-Magazin erklärt, welche Navigations-Modelle und -Optionen es gibt.

Tipps für das Design der Webseite
Bilder für die Webseite
Aufpassen bei den Lizenzbedingungen
Bildsprache und Schriftarten
Usability

Die richtigen Inhalte für die Webseite

Content is King

Auch wenn das Design wichtig ist – vor allem für den wichtigen ersten Eindruck des Besuchers einer Webseite – der Inhalt hat Vorrang. Daher sollte alles auf der Homepage darauf ausgerichtet sein, dem Kunden Informationen in einer klaren Sprache zu vermitteln – seien es die hervorragenden Serviceleistungen, das große Warenangebot oder die regelmäßigen Vergünstigungen.

Dabei helfen einerseits ansprechend formulierte Texte. Auf Verschachtelungen und eine zu werbliche Sprache ist dabei genauso zu verzichten wie auf zu lange Sätze. Ideal ist eine Satzlänge zwischen 10 und 15 Wörtern. Andererseits hilft aber auch die deutliche Strukturierung langer Textpassagen. Diese auf mehrere Unterseiten aufzuteilen ist eine gute Möglichkeit, um Bleiwüsten zu vermeiden. Zudem erleichtern Zwischenüberschriften den Lesefluss. Wer mit Inhaltsverzeichnissen arbeitet, gibt dem Leser so die Möglichkeit, sich besser im Text zu orientieren. Und immer daran denken: auch für die Suchmaschinen sollten die Texte optimiert sein.

Wichtig ist, dass die Webseite einen guten Mix aus informativen, aber nicht zu langen Texten und passenden Bildern hat. Denn Bilder sprechen den Besucher emotional an, lockern die Webseite visuell auf und sagen manchmal wirklich mehr als man mit Worten beschreiben könnte. Zudem möchte sich der Leser nicht allein über Produkte und Leistungen informieren, sondern ein Stück weit auch unterhalten werden.

Wie man gute Texte für Webseiten schreibt, zeigen diese beiden Artikel en détail:

Die Integration von Social Media-Elementen

Monitoring und Analytics

Google Analytics

Sobald die Unternehmenswebseite mit Inhalten gefüllt ist und die Besucher das Angebot annehmen, wird es wichtig, einen Überblick über die Aktivitäten auf der Seite zu bekommen („Monitoring“), die Daten auszuwerten und Konsequenzen aus den Ergebnissen zu ziehen. Dies kann zum Beispiel die Information darüber sein, wie viel Prozent der Besucher über einen direkten Link oder über eine Suchmaschine auf die Seite gelangt sind. Interessant kann auch sein, wie lange sich Besucher durchschnittlich auf einer bestimmten Unterseite aufhalten.

Online-Dienste, die helfen, die Besucher auf der Unternehmenswebseite zu zählen, ihre Verweildauer zu messen und die Anzahl der besuchten Unterseiten zu verfolgen, gibt es reichlich. Das gängigste Instrument ist Google Analytics. Schon in der Basisvariante kann Google Analytics Statistiken, Kurven und Diagramme zu den wichtigsten Aktivitäten auf einer Webseite liefern – und das in Echtzeit. Auch Marketingkanäle können mit der Software übersichtlich und unkompliziert verwaltet und beobachtet werden. Das Instrument lässt sich auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen und sorgt – bei geübtem Umgang – für einen schnellen Überblick darüber, welche Seiten, Inhalte und Verknüpfungen auf der Unternehmenswebseite funktionieren und welche Bereiche noch optimiert werden sollten. Die ersten Schritte auf dem Weg zum Google-Analytics-Profi werden direkt von Google im Support-Center erklärt. Fortgeschrittene Nutzer, die die Analyse ihrer Webseite verfeinern wollen, können das zusätzliche Plugin von Rivetedinstallieren. Damit können z.B. Interaktionen wie Mausbewegungen oder Tastaturanschläge gemessen werden. Bei der Nutzung von Google Analytics muss auf die Anonymisierung der Daten geachtet werden.

Natürlich gibt es auch eine Reihe an kostenlosen und kostenpflichtigen Alternativen für Google Analytics über die Sie hier eine Übersicht finden.

Infografik: Die Google-Analytics-Anleitung für kleine Unternehmen
Mit Erfolgsmessung zum Ziel

Die Vermarktung der Webseite

Die Möglichkeiten des Online-Marketing

Online-Marketing ist heutzutage der Schlüssel zur Kundengewinnung und Kundenbindung. Dabei gibt es verschiedene Instrumente, mit denen sich sowohl stationäre Händler als auch Händler mit einem Online Shop näher beschäftigen sollten. Gerade wenn wenig Budget für die Marketingaktivitäten bereit steht ist es ratsam, sich über die Möglichkeiten einen klaren Überblick zu verschaffen.

Neben der Suchmaschinenoptimierung ist die gezielte Online-Werbung das einfachste Mittel, Besucher auf die Webseite zu bekommen. Dabei kann via Adwords und Textanzeigen direkt bei Google geworben werden, wobei die Anzeigen dann nur in Verbindung mit bestimmten Suchbegriffen gezeigt werden. Das heißt: Ein Nutzer, der nach einem Fachhandel für Arbeitsbekleidung sucht, bekommt per Textanzeige bei Google entsprechende Anbieter angezeigt, die für diese Platzierung bezahlen. Die verschiedenen Möglichkeiten der Werbung bei Google werden hier aufgezeigt. Dabei gilt es zu beachten, dass auf Google nicht nur für die eigene Unternehmenswebseite geworben werden kann, sondern auch für eigene E-Commerce-Kanäle.

Auch die Platzierung von Online-Werbung, zum Beispiel in Form von Bannern, auf für die Zielgruppe relevanten Webseiten kann Besuchszahlen für die eigene Webseite bringen. Hier bieten sich zum Beispiel die Internetauftritte der lokalen Medien oder Regionalportale an.

Ein gutes Werkzeug grade zur Kundenbindung sind auch Email-Newsletter, zu denen sich die Kunden direkt auf der Webseite anmelden können. Sie sind eine beliebte Methode, um über Produktneuheiten und aktuelle Angebote zu informieren. Da hier persönliche Daten eingesammelt werden, müssen bestimmte rechtliche Voraussetzungen eingehalten werden, die hieraufgezeigt werden. Eine Übersicht über die Vor- und Nachteile verschiedener Newsletter-Tools findet sich auf dieser Seite.

Und natürlich zählen im Zeitalter der sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Co. zu den wichtigsten Kanälen für Marketing und virtuelle Mundpropaganda. Im Modul "Social Media" erfahren Sie mehr darüber, wie sie diese Empfehlungsmaschinen nutzen können.

Einen guten Überblick darüber, auf welche Marketingkanäle nicht verzichtet werden sollte und warum, finden sie bei etailment.de.

Ein Überblick über rechtliche Aspekte

Das Impressum

Es gibt eine Reihe von rechtlichen Aspekten, die beim Betreiben einer Unternehmenswebseite beachtet werden sollten. Zunächst sei das Impressum genannt, das in den letzten Jahren ein regelmäßiges Ziel von Abmahnungen war. Es müssen die Bestimmungen des Telemediengesetzes und Rundfunkstaatsvertrages eingehalten werden. Dies gilt übrigens nicht nur für Unternehmenswebseiten sondern auch für Online Shops und Social Media Kanäle.

Im Impressum müssen unter anderem die folgenden Informationen enthalten sein:

  • Für den Onlineauftritt verantwortliche Personen
  • Vollständiger Name und Anschrift des Unternehmens (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort; KEIN Postfach)
  • der Hinweis für eine schnelle Kontaktmöglichkeit wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer
  • die Eintragung in ein Register, wie das Handels- oder Vereinsregister mit entsprechender Nummer

Im § 5 des Telemediengesetzes sind alle notwendigen Informationen für ein rechtssicheres Impressum aufgelistet. Grundsätzlich gilt für Firmenwebseiten und Social Media Auftritte die Zwei-Klick-Regel. Sie besagt, dass der Nutzer von jeder Seite aus mit nur zwei Klicks zum Impressum gelangen muss.

Wichtig ist zudem, einen Haftungsausschluss für externe Webseiten, auf die von der Webseite verlinkt wird, in ihren Internetauftritt zu integrieren. Ein Muster für diesen Disclaimer finden sie hier.

Das Urheberrecht
AGBs und Datenschutzerklärung

Finanzieller und zeitlicher Aufwand

Von Do-it-Yourself bis professionell

Eine Vielzahl von Online-Instrumenten hilft dabei, die eigene Internetseite zu erstellen, sie zu gestalten und weiter zu entwickeln. Um den finanziellen Aufwand so gering wie möglich zu halten, kann für viele Anwendungen auf kostenlose Angebote zurückgegriffen werden, die im Verlauf des Textes vorgestellt wurden (zum Beispiel WordpressGoogle Analytics oder Sistrix Smart). Wer diese Anwendungen in vollem Umfang ausschöpfen möchte, sollte sich über den zeitlichen Aufwand im Klaren sein, der dazu erforderlich ist, sich in die einzelnen Instrumente einzuarbeiten, diese miteinander zu verknüpfen und kontinuierlich anzupassen. Ein paar grundlegende Vorkenntnisse solcher Instrumente können jedoch dabei helfen, etwas Zeit einzusparen.

Möchte ich meine Unternehmenswebseite immer auf dem aktuellsten Stand halten, technische Erweiterungen vornehmen, die Besucherströme auswerten, die Vermarktung der Seite erfolgreich auf den Weg bringen und in der Zwischenzeit die neusten Entwicklungen im Auge behalten, ist ein gutes Zeitmanagement nötig.

Als Alternative kann eine Unternehmenswebseite mit allen technischen Besonderheiten und Anbindungen (zum Beispiel einem Webshop) auch von spezialisierten Dienstleistern erstellt werden. Bei dieser Lösung ist ein finanzielles Investment nötig. Je nachdem, wie umfangreich die Unternehmenswebseite aufgesetzt werden soll, variiert auch der finanzielle Aufwand.

Ein guter erster Schritt ist, sich Angebote von einschlägigen Dienstleistern einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. Parallel dazu sollte versucht werden, ein Gefühl dafür zu entwickeln, in welchem Rahmen sich der eigene zeitliche Aufwand bewegen würde. Zudem ist es eine Überlegung wert, jemanden mit Vorkenntnissen im eigenen Team zu definieren, der sich hauptverantwortlich um die Firmenwebseite kümmert - in diesem Falle wären zeitlicher und finanzieller Aufwand leichter zu überschauen.